Schmieranlage für die Industrie

 

Schmieranlagen speisen maschinelle Anlagen mit Öl oder Fett, um durch die Schmierung während des Betriebs der Maschine die Reibung zu verhindern und somit die reibungslose Funktion des Geräts aufrechtzuerhalten. Eine solche Schmieranlage ist diesbezüglich für viele Bereiche des Gewerbes, bzw. der industriellen Fertigung nahezu unverzichtbar. Eine Schmieranlage findet sich häufig im Zusammenspiel mit Kalandern, Plattenbändern, Stanzen, Scheren, Holzverarbeitungsmaschinen, Pressen, Flaschenreinigungsmaschinen, Verpackungsmaschinen, Ziegeleimaschinen, Turbinen, Brikettpressen, Werkzeugmaschinen und allgemein im Maschinenbau. Das Sortiment der Schmieranlagen ist sehr vielfältig ausgestattet, da für nahezu jedes Einsatzgebiet auch die passende Schmieranlage existiert. Diesbezüglich gibt es hinsichtlich der Größe, der Funktionalität, sowie der allgemeinen Ausstattung sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Schmieranlagen. Eine Schmieranlage kann sich entweder als fahrbares Gerät flexibel und örtlich unabhängig verwenden lassen oder aber stationär befestigt sein. Der Großteil der Schmieranlagen verrichtet seine Aufgabe mit Hilfe von Hochdruck oder Druckluft. Schmieranlagen existieren in den unterschiedlichsten Größen und können unter Umständen ein Fassungsvermögen von 200 kg erreichen.

Einleitungs-Zentral-Schmieranlagen

Schmieranlagen Darüber hinaus gibt es noch die so genannte Einleitungs-Zentral-Schmieranlage. Diese Art von Schmieranlage versorgt in erster Linie maschinelle Anlagen mit Öl oder Fett. Dabei können bis zu über 100 Schmierstellen mit einem Pumpendruck von bis zu 160 bar erreicht werden. Das hierfür benötigte Rohr hat eine Länge von bis zu 30 Meter. Flaschenreinigungsmaschinen, Plattenbänder, Pressen, Kalander, Ziegeleimaschinen, Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen, sowie der allgemeine Maschinenbau sind die hauptsächlichen Einsatzgebiete dieser Schmieranlage. Die Schmieranlage erreicht ihre Leistung dadurch, dass eine in die Schmieranlage integrierte Zentralschmierpumpe das Fett oder das Öl in die Hauptleitung befördert. Die verschiedenen Abzweigungen dieser Hauptleitung münden in die einzeln oder auch in Gruppen angebrachten schmierstellennahen Verteiler. Mit deren Hilfe wird das Schmiermittel exakt dosiert und in jene Leitungen transportiert, die direkt zu den Reibestellen führen. Der Hauptvorteil dieser Art von Schmieranlage liegt in der optimalen Anpassungsfähigkeit der Dosiermenge. Denn der jeweilige Schmiermittelbedarf kann durch das einfache Auswechseln der Zuteilschraube, die sich in den Verteilerelementen befindet, individuell angepasst und genau dosiert werden. Zudem kann die Schmieranlage durch den Anschluss zusätzlicher Verteiler jederzeit nach Belieben erweitert oder reduziert werden.

Die Hauptleitung erfährt während des Pausierens der Schmieranlage eine deutliche Entlastung. Diesbezüglich wird die den Verteilern zugedachte Menge an Schmierstoff für den folgenden Vorgang umgeschichtet. Hierbei wird das Fett oder das Öl von der Unterseite des Kolbens zu der Oberseite des Kolbens befördert. Somit wird erreicht, dass das jeweilige Schmiermittel in einer kontrollierten Menge an die Reibestellen gelangt. Eine Schmieranlage, die mit einer motorbetriebenen Pumpe arbeitet, kann komplett automatisch betrieben werden, wobei sich die Zeiten des Stillstands der Maschine individuell einstellen lassen.

Mit Fett betriebene Schmieranlagen

SchmieranlagenEine Schmieranlage, die mit Fett als Schmierstoff arbeitet besitzt gegenüber einer Schmieranlage, die von Öl gespeist wird diverse Vorzüge. So haftet Fließfett nicht nur sehr viel besser an den Gleitstellen, sondern wird darüber hinaus bei größeren Lagerdrücken weitaus weniger leicht aus dem Schmierspalt gedrückt. Das Fließfett ist des Weiteren strapazierfähiger als Öl und bildet in den Schmieranschlüssen, bzw. in den Schmiertaschen einen Vorrat. Ein weiterer Vorteil der mit Fett betriebenen Schmieranlage liegt darin, dass das Fett , das aus dem Lager gepresst wird, einen Kragen bildet, wobei das Lager besser gegen das Eindringen von Staub und Schmutz geschützt ist.

Darüber hinaus existieren insbesondere für Verpackungsmaschinen, Pressen, Scheren, Stanzen, Werkzeugmaschinen und Holzbearbeitungsmaschinen spezielle Schmieranlagen, die mit Progressiv-Verteilern ausgestattet sind. Dieser Typ von Schmieranlage ist sowohl für die Befüllung mit Fett als auch mit Öl bestens geeignet. Die in die Schmieranlage integrierten Progressiv-Verteiler geben das jeweilige Schmiermittel in genau dosierten Mengen fortschreitend, sowie in einer speziellen Reihenfolge an die Reibestellen ab. Wurde die letzte Reibestelle auf diese Art und Weise versorgt, so beginnt der Vorgang von Neuem. Sollte der Schmiervorgang durch Ausschalten der Pumpe oder durch das Sperren der Leitung unterbrochen werden, so setzt die Schmieranlage ihre Tätigkeit beim erneuten Einschalten exakt an dieser Stelle fort. Für Schmieranlagen, die auf dem Prinzip des Progressiv-Systems beruhen, fallen verhältnismäßig geringe Investitionskosten an, denn eine solche Schmieranlage verfügt in der Regel über nur eine einzige Hauptleitung, über relativ einfache Verteiler, sowie über eine einfache Druckpumpe. Mit einer Schmieranlage, die mit Progressiv-Verteilern arbeitet, besteht die Möglichkeit, gleich mehrere Schmiergruppen an eine Pumpe anzuschließen und somit beliebig an- und abzuschalten, falls spezielle Absperrventile eingesetzt werden. Des Weiteren existieren Schmieranlagen, die auf dem Kettenschmier-, bzw. auf dem Mehrleitungssystem beruhen.

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